Archiv der Kategorie: Elektroauto

Hier geht es um das Thema Elektroauto und alles was dazu gehört.

Ladestationen Frust 33

Große Lücken im Masterplan Ladesäuleninfrastruktur

„Mit dem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ vom November 2019 wollen wir den Ausbau der E-Mobilität voranbringen. Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland eine Million öffentliche Ladepunkte für E-Mobilität verfügbar sein. Die Bundesregierung will eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge bereitstellen. Sie fördert seit 2017 Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, Ladepunkte einzurichten.“

Tolle Pläne hat die Bundesregierung mit Ihrem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“. Aber wie immer bei solchen Plänen sind die Politiker völlig unwissend und realitätsfremd. Dies musste ich so leider mit meinem E-Auto im Odenwald erfahren. So war die Ladesäule im Heilklimatischer Kurort wieder mal von zwei Verbrenner zugeparkt. Der Bürgermeister fühlte sich nicht zuständig und antwortet: Unser Ordnungsbeamte ist jetzt schon überlastet und wie soll die eine Person alle Parkplätz 24/7 kontrollieren?

Falschparker vor der Ladesäule


Also der „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ wird wohl schon an Kleinigkeiten scheitern. So sind viele der aktuell aufgestellten Schilder keine rechtsverbindlichen Kennzeichen der StVO. Die Ladeplätze sind oft nicht ausreichen farblich markiert und werden von Ortsfremden nicht als Ladesäulenparkplätze erkannt. Ich habe sogar von Falschparker direkt angesprochen ob sie das 1m² große Hinweisschilder vor ihrer Windschutzscheibe nicht gelesen haben. Oft sind viele Autofahrer einfach betriebsblind (Vor lauter Verkehrsschilder kennt man keine mehr). Es fehlt hier das Personal um die Verkehrswidrigkeiten zu kontrollieren.

Wenn bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen müssen entsprechend viel, sehr viel mehr E-Auto öffentliche E-Auto-Ladesäulen aufgestellt werden: „Der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz und die Zunahme der Elektromobilität. Die Bundesregierung hat das Ziel, dass die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird und in Deutschland bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Deshalb fördert der Bund den Aufbau von öffentlichen Ladesäulen mit entsprechenden Programmen bis 2025. „(Quelle: Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung).

„Die Kommunen werden aufgefordert, die Anordnungsmöglichkeiten der Straßenverkehrsordnung konsequent umzusetzen, so dass Fahrzeuge, die widerrechtlich vor einer Ladesäule parken, umgehend entfernt werden können und Bußgelder so angeordnet werden, dass eine abschreckende Wirkung damit verbunden ist. Zudem ist eine rechtssichere Beschilderung sicherzustellen.“ (Quelle: Masterplan-Ladeinfrastruktur der Bundesregierung).

Jedoch wer kontrolliert das? Viele Kommunen sind jetzt schon überlastet und haben zu wenig Personal um alle Falschparker zu kontrollieren. Wer macht das Abends und am Wochenende? Im Überigen können auch E-Auto-Fahrer zu Falschparkern werden wenn sie Park- und Ladezeit maßloss überschreiten oder den Parkplatz an der Ladesäule nur zum Parken benutzen.

Dass das Kabel nicht angeschlossen ist erkennt sogar ein Blinder. Jedoch ob das E-Auto noch lädt und eigentlich schon voll geladen ist und dort nur noch parkt kann der Leihe nicht erkennen. So gehört an jede Ladesäule eine eindeutige Anzeige ob das E-Auto noch lädt und wie lange das E-Auto dort schon steht!

Urlaub mit dem E-Auto

Wir waren am Wochenende zu einem Kurzurlaub mit dem Elektroauto im Schwarzwald.
Hier ein kurzer Bericht mit meinen Erfahrungen. Der Twingo soll ja laut WLTP ca. 190 km Fahrstrecke mit einer Akkuladung schaffen. Bisher waren es bei mir im Alltag nur so 130 bis 150 km laut Anzeige. Von Darmstadt bis Zielort waren es laut Google aber 131 km. Das könnte also knapp werden und was macht da der Energiesparmeister? Langsam fahren und am Besten im Windschatten eines LWK’s. Das klappte auch sofort und der polnische LWK fuhr auch zufällig in die gleiche Richtung bis Karlsruhe.
An der Ladesäule in Bad Herrenalb konnte ich den Akku wieder vollladen und nun zeigte der Twingo, durch die energiesparende Fahrweise, sage und schreibe 211 km. Super dachte ich und fuhr am nächsten Tag ins 60 km entfernte Freudenstadt. Tja, man soll hügelige Landstraßen im Schwarzwald nicht unterschätzen. Somit war der Akku schon wieder mehr als die Hälfte leer. Naja, Freudenstadt hat bestimmte ein paar Ladesäulen dachte ich. Also auf’s Blaue irgendwo hinfahren, ohne vorher genau zu wissen wo die Dinger sind, ist nicht ratsam. Ich musste echt suchen und kam schon ziemlich in Panik. Die Freudenstädter sind wirklich Weltmeister im Ladesäulen verstecken. Naja, ich habe dann bei den Stadtwerken Freudenstadt eine weiße Wallbox an einer weißen Wand gefunden. Nur die grünen Parkmarkierungen gaben mir den Hinweis, dass dort eine Ladesäule hängt.

Auf dem Rückweg ging es besser und ich konnte direkt am Hotel laden. Naja, erst als die Ladesäule wieder frei war. Dort ludt ein Smart for Two drei Stunden lang und der Platz daneben war die ganzen 3 Tage durch ein E-Car-Sharingauto blokiert. Ich hasse E-Car-Sharing! Anzeige nach dem Vollladen 220 km 🙂

Die Rückfahrt am Sonntag nach Lorsch sollte zwar kürzer sein aber das Wetter war schlecht. Es war kalt und regnete. Mit 28% Restkapazität und 54 Restkilometer kam ich gut zurück.

E-Auto-Ladesäule im Dorf

Super, jetzt gibt es auch eine Elektroauto Ladesäule im Stadtteil Bensheim-Fehlheim. Dort konnte ich mit Erfolg meinen neuen Twingo elektrisch aufladen.

Ladesäule Bensheim-Fehlheim

Leider muss ich nun vermehrt feststellen, dass viele neue Ladesäulen mit einem E-CarSharing-Auto teilweise zugeparkt sind. So z.B. in Seeheim und Lorsch. Diese Leihwagen vom Typ Renault ZOE sind leider in Kombination mit der Ecotap-Ladesäule nicht kompartibel zum Renault Twingo. Wenn ich in Lorsch am Stadthaus laden will geht das nicht wegen dem dort angeschlossenen E-CarSharing-ZOE.

Kaufland baut Mist bei E-Laden

Am letzten Freitag war ich beim Kaufland und wollte während dem Einkaufen kostenlos mein E-Auto laden. Aber was war das. Ich konnte den Ladevorgang nicht starten denn es wurde nach einer RFID-Karte zur Authentifizierung gefragt. Da ich keinen Strom zum Laden bekam habe ich mein Ladekabel wieder eingepackt und bin zu einem anderen Supermarkt gefahren. Im nachhinein konnte ich durch Recherche im Internet herausfinden, dass Kaufland und Lidl das Laden nur per spezieller App gestatten. Also so ein Scheiß! Müssen die jetzt wieder alles neu erfinden. Jeder E-Autofahrer hat zig Ladekarte und könnte damit schalten. Warum muss man hier schon wieder das Rad neu erfinden? Und warum kann man das nicht auf die Ladesäulen schreiben damit man auch sofort erkennen kann was sich da geändert hat. Mann sind die doof!

Es haben schon genug Firmen meine Kundendaten. Vorher war es einfacher und jetzt ist es umständlich und kompliziert. Also Kaufland ist für mich erstmal tabu. So nicht!

Jeder hat auf seinem Smartphone eine App zur Anzeige der Ladesäulen und sogar mein Navi im Twingo kann das. Wieso braucht Kaufland dazu nun ne extra App! Die wollen doch nur an die Kundendaten. Mit mir nicht!

Renault ZOE versus Twingo

Aufgrund eines defekten Multmediasystems an meinem neuen Twingo konnte ich die letzten 5 Tag einen Renault ZOE 50 fahren. Somit kann ich über einige Vor- und Nachteile der beden Elektroautos berichten.

  1. Extrem auffällig ist die Sichteinschränkung der linken A-Säule bei der Sicht nach vorne im ZOE.
  2. Der ZOE ist zwar größer als der Twingo jedoch hat man gefühlt im ZOE Innenraum weniger Platz.
  3. Die Armstütze in der Fahrertür sitzt zu hoch und stört beim Lenken.
  4. Der Spurassisten im ZOE ist extrem nervig. Man muss ständig gegen das System anlenken da es ständig rechts und links gegenlenkt. Womöglich muss man es im Winter ausschalten da es den Schnee mit dem Seitenstreifen verwechselt.
  5. Das automatische Schließsystem (Keyless) ist beim ZOE zwar eine super praktische Idee aber für E-Autos ungeeignet. Im Ladeprotokoll meine Ladekarte habe ich viele Ladungen mit Null Euro weil das E-Auto beim Ladestart und vorbeigehen am Auto immer wieder automatisch auf- und zuschließt. Jedes Mal wird beim Aufschließen das Laden beendet. Das ist natürlich auch beim Twingo so jedoch wird dieser nur manuell per Schlüssel aufgeschlossen. Letzlich habe ich den Keyless-Schlüssel solange im Auto liegenlassen bis die E-Auto-Ladung gestartet war und ich das Auto abschließen konnte.
  6. Toll finde ich beim ZOE das grüne Blatt auf dem Armaturenbrett zum Anzeigen der energiesparenden Fahrweise.
  7. Der ZOE hat mit 50 kWh Batteriekapazität mehr als doppelt so viel Energie gespeichert als der Twingo (227% ZOE zu Twingo 22 kWh). Trotzdem zeigt das Armaturenbrett nur 220 km Reichweite (183%). Das liegt wohl auch an dem Mehrgewicht und am höheren Verbrauch: ZOE 21,2 kWh/100km zu Twingo 16,8 kWh/100km. Mein Twizy brauchte nur 9 kWh/100km. Logisch ohne Heizung 🙂
  8. Die äußeren Türgriffe für die hinten Sitze sind beim ZOE echt schlecht konstruiert. Beim Twingo sind diese größer und besser zu greifen. Besser finde ich die Ladeklappenverriegelung beim ZOE. Beim Twingo gibt es keine Verriegelung.
  9. Der automatik Schalthebel ist bei ZOE auch besser. Beim Twingo ist der Hebel schwergängig und die Schaltanzeige gibt es nur am Armaturenbrett
  10. Der ZOE ist im Stand extrem laut, fast lauter als ein Verbrenner im Standgas. Vom Twingo hört man nichts.

Somit ergibt sich für meine Ansprüche: Der Twingo ist das bessere E-Auto.

Elektroauto Upgrade

Nach über 7 Jahren Elektromobilität mit dem Renault Twizy habe ich ein Upgrade vorgenommen. Am 3.12.2020 habe ich mir einen Renault Twingo Electric Vibes gekauft.

Renault Twingo und Twizy Dez. 2020

Vieles werde ich beim Twizy vermissen. Die Scherentüren und die Frontscheibenheizung fand ich super. Allerdings war es im Winter immer sau kalt. Am vergangenen Dienstag hatten wir Schnee und es war um den Gefrierpunkt. Mit dem Twizy habe ich gerade so die 30 km nach DA geschafft und hatte noch 5 Restkilometer auf der Uhr. Die Zeiten sind jetzt vorbei. Mit Heizung und 180 km Reichweite brauche ich mir hier keine Gedanken mehr zu machen.

Twizy 80.000 km

Am 26.11.2020 habe ich mit meinem Renault Twizy die 80.000 km erreicht. Dabei habe ich in den 7 Jahren und 3 Monaten ca. 5580 kWh Zuhause geladen. Die Restlichen 1.600 kWh wurden an öffentlichen Ladesäulen teils kostenlos nachgeladen.

Er ist nun wirklich in die Jahre gekommen und wenn es im Winter kalt wird reicht der Akku gerade mal so bis nach Darmstadt. Ich schätze, das der Akku schon 20% Kapazität verloren hat und bei Kälte im Winter nochmals 30% nachlässt. Das Nachladen in DA ist langsam etwas nervig. Des Weiteren musste ich schon die Bremsen selbst entrosten da sie ständig schleiften und somit auch an der Reichweite zehren. Der Türdämpfer-Gummi ist ständig defekt und wurde von mir nun modifiziert / verbessert. Jetzt geht der selbstgebaute elektronische Türöffner nicht mehr!

Zuhause 5578,9 kWh geladen.

Sieben Jahre Elektromobilität

…und ich fühle mich wie in einem Entwicklungsland.

Mein Renault Twizy ist nun 7 Jahre alt und die Antriebsbatterie lässt merklich in der Leistung nach. Vor einem Jahr habe ich die Batterie zum Restwert der Renaultbank abgekauft. Jetzt habe ich die Idee meine alte Batterie als Hausspeicher im second Live zu benutzten und meinen alten Twizy mit einer neuen Batterie auf zu peppen. Renault sagt man kann den Akku wie ein Ersatzteil kaufen. Dazu müsste ich mich an eine Vertragswerkstatt wenden. Die Vertragswerkstatt sagt die Batterie gibt es nicht als Ersatzteil. Somit habe ich jetzt wohl den schwarzen Peter und wenn meine Batterie defekt ist kann ich den Twizy auf den Schrott fahren. So viel zum Thema Umweltfreundlichkeit und Zukunftstechnologie!

Twizy 12V Batterie ausgetauscht

Am letzten Donnerstag wollte ich mit meinem Twizy zum Treffen des Klimaschutzbündnisses nach Bensheim fahren. Leider streikte der Twizy zum ersten mal nach 6 1/2 Jahren und verweigerte den Dienst.

12V Starterbatterie Twizy

Grund war – und darauf hatte ich schon lange gewartet – die 7 Jahre alte Starterbatterie. Das kleine 12 Volt Ding war nun nach über 7 Jahren (22.10.2012) endlich putt. Nö, kaputt war sie eigentlich nicht, sie hatte nur hat sie keine Power mehr. Denn das Starten, mit Licht, Frontscheibenheizung und Scheibenwischer war dann doch zu viel für die betagte Dame.

12V Spannung zu gering

Laut Renault wird sie normalerweise schon nach 4 bis 5 Jahren standardmäßig ausgetauscht. Sie ist aber ein Verschließteil und hätte mich trotz 6 Jahren Garantie über 200,- Euro gekostet. Nun hatte ich mir schon vor Monaten eine passende Ersatzbatterie bei Voelkner für 30 Euro gekauft und konnte somit am Samstag einen Batterietausch vornehmen. Jetzt läuft der Twizy wieder wie geschmiert.

Ladestationen Frust 32

Der Ladekarten Betreiber NewMotion war bisher mein Favorit bzgl. Ladekarte für E-Auto-Stromsäulen. Die NM-Ladekarte funktionierte fast immer an allen Ladesäulen. Ich zahlte bisher im Durchschnitt 44 Cent/kWh und das war bei wenigen 30 kWh pro Monat auch o.k. Leider wurde NM schon vor einiger Zeit von Shell übernommen und somit kommt der Strom nun von einem weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. Jetzt änderte sich auch das Logo und die App und somit ist NewMotion jetzt auch wirklich Shell. Das ist für mich ein No-Go.

NewMotion ist nun Shell

Somit landet die Karte erstmal im Schreibtisch und ich lade ab sofort mit anderen Ladekarten. Jetzt verwende ich erstmal die Ladekarte von Maingau denn dort zahle ich im Augenblick 35 Cent/kWh an Ladepunkten von Entega und GGEW. Heute ist mir aufgefallen, dass es mit der Ladekarte der Telekom Get-Charge nun 29 Cent/kWh kosten soll. Ich werde dies die Tage testen und hier berichten. Bisher war der Ladestrom der Telekom mit 89 Cent/kWh an der „Sonstige Ladestellen“ relativ teuer. Im Ladenetzverbund von LastMileSolutions (Ladesäulen Entega) sollte es bei „Bevorzugte Ladestellen“ nur 29 Cent/kWh kosten. Vielleicht ist es auf dauer doch besser lokale Energiedienstleister zu nutzen denn somit bleibt das Geld in der Region. Die Entega wäre eigentlich der lokalste Empfänger vor Ort doch leider sind die Ladekosten absolut intransparent. Man muss lange auf der Webseite suchen um einen Preis von 36 Cent/kWh zu finden. Bei der GGEW gibt es Ladekarten mit einer Grundgebühr (7,95€ pro Monat) und das rechnet sich für „Weniglader“ mit 36,89 Cent/kWh nicht.

29 Cent/kWh – Telekom Get-Charge
35 Cent/kWh – Maingau
36 Cent/kWh – Entega
37 Cent/kWh + 7,95€ pro Monat – GGEW
44 Cent/kWh – Shell (ehem. NewMotion)

Ja, Telekom ist am günstigsten:

Telekom App Ladung