Archiv des Autors: bucher

Ladestationen Frust 34

Als ich heute auf die Arbeit nach DA fuhr regnete es in strömen. Da mein Twingo Akku fast leer war wollte ich erst später an die Ladesäle fahren. Großer Fehler, denn ab 9:00 Uhr ware alle LS im umkreis belegt. So machte ich in der Mittagszeit auf den Weg um mir die Ladesäulenbelegung vor Ort anzuschauen. An der ersten LS standen zwei Elektroautos. Die LED der Ladesäule am rechten E-Auto zeigte eine grüne LED. Somit war der Ladevorgang hier schon beendet und der Fahrer hätte sein E-Auto umparken müssen. An der zweiten Ladesäule stand nur ein E-Auto obwohl die App eine Komplettbelegung anzeigte. Also den Apps kann man auch nicht trauen. An der dritten LS stand ein Hybridfahrer mit eingestecktem Kabel ohne leuchtende LED. Ich vermute, der suchte nur einen billigen Parkplatz ohne Parkscheinkosten, Frechheit. An der vierten Ladesäule bei der Handwerkskammer DA darf man immer noch nicht als Gast laden. Die fünfte und letzte LS war ebenfalls nur von einem E-Auto belegt und die App zeigte beide Ladepunkte in Benutzung.
Nach ich bin mal gespannt ob die mögliche neue Ampel Bundesregierung das Kuddel-Muddel auf die Reihe griegt. Ich stimme Lichtblick zu: Die Energieversorger haben ein Monopol auf die LS und können machen was sie wollen. Hier gehört eine einheitliche Regulierung der Ladeinfrastuktur her sowie eine gestaffelte Parkgebühr nach Ladeende! Am Anfang müssten die LS sogar stündlich kontrolliert werden und Knöllchen verteilen. Es kostet demnächst 55,-Euro.

Acht Jahre Elektromobilität

Nun fahre ich seit 8 Jahren elektrisch und habe im Dez. 2020 mein zweites E-Auto gekauft.

Am Sonntag habe ich nach vielen Wochen meinen Twizy zum Brötchen holen aus der Garage gefahren. Die Bremsen waren schon sehr verrostet und es dauerte etwas bis das Schleifgeräusch nachließ. Beim Bäcker viel mir dann auf, dass von den ca. 20 Autos schon 1/4 ein E-Kennzeichen hatten. Also so langsam kommt die Elektromobilität in Fahrt.

Nervig ist wirklich noch die schlechte Ladeinfrastruktur. Es gibt zwar bei uns, zwischen Bergstrasse und DA, genügend Ladesäulen jedoch sind diese immer noch sehr oft von Verbrennern zugeparkt. Hier fehlt eine eindeutige Rechtslage um diese Falschparker kostenpflichtig abzuschleppen. Weiterhin ist es echt ätzend, dass das Ladekarte Chaos nicht besser wird. Mittlerweile gibt es z.B. die Ladekarte der Telekom nicht mehr und auch aus der Idee an jedem Telefonkasten eine Ladesäule zu bauen wurde nichts. Die Preise an den Ladesäulen ist weiterhin unübersichtlich und ein totales Versagen unserer Bundesregierung!

Des Weiteren halte ich es für peinlich, dass das Laden beim Arbeitgeber immer noch nicht möglich ist. Das sollte verpflichtend eingeführt werden. Hier wird die Bundestagswahl hoffentlich die Entscheidung bringen.

Ladestationen Frust 33

Große Lücken im Masterplan Ladesäuleninfrastruktur

„Mit dem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ vom November 2019 wollen wir den Ausbau der E-Mobilität voranbringen. Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland eine Million öffentliche Ladepunkte für E-Mobilität verfügbar sein. Die Bundesregierung will eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge bereitstellen. Sie fördert seit 2017 Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, Ladepunkte einzurichten.“

Tolle Pläne hat die Bundesregierung mit Ihrem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“. Aber wie immer bei solchen Plänen sind die Politiker völlig unwissend und realitätsfremd. Dies musste ich so leider mit meinem E-Auto im Odenwald erfahren. So war die Ladesäule im Heilklimatischer Kurort wieder mal von zwei Verbrenner zugeparkt. Der Bürgermeister fühlte sich nicht zuständig und antwortet: Unser Ordnungsbeamte ist jetzt schon überlastet und wie soll die eine Person alle Parkplätz 24/7 kontrollieren?

Falschparker vor der Ladesäule


Also der „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ wird wohl schon an Kleinigkeiten scheitern. So sind viele der aktuell aufgestellten Schilder keine rechtsverbindlichen Kennzeichen der StVO. Die Ladeplätze sind oft nicht ausreichen farblich markiert und werden von Ortsfremden nicht als Ladesäulenparkplätze erkannt. Ich habe sogar von Falschparker direkt angesprochen ob sie das 1m² große Hinweisschilder vor ihrer Windschutzscheibe nicht gelesen haben. Oft sind viele Autofahrer einfach betriebsblind (Vor lauter Verkehrsschilder kennt man keine mehr). Es fehlt hier das Personal um die Verkehrswidrigkeiten zu kontrollieren.

Wenn bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen müssen entsprechend viel, sehr viel mehr E-Auto öffentliche E-Auto-Ladesäulen aufgestellt werden: „Der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz und die Zunahme der Elektromobilität. Die Bundesregierung hat das Ziel, dass die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird und in Deutschland bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Deshalb fördert der Bund den Aufbau von öffentlichen Ladesäulen mit entsprechenden Programmen bis 2025. „(Quelle: Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung).

„Die Kommunen werden aufgefordert, die Anordnungsmöglichkeiten der Straßenverkehrsordnung konsequent umzusetzen, so dass Fahrzeuge, die widerrechtlich vor einer Ladesäule parken, umgehend entfernt werden können und Bußgelder so angeordnet werden, dass eine abschreckende Wirkung damit verbunden ist. Zudem ist eine rechtssichere Beschilderung sicherzustellen.“ (Quelle: Masterplan-Ladeinfrastruktur der Bundesregierung).

Jedoch wer kontrolliert das? Viele Kommunen sind jetzt schon überlastet und haben zu wenig Personal um alle Falschparker zu kontrollieren. Wer macht das Abends und am Wochenende? Im Überigen können auch E-Auto-Fahrer zu Falschparkern werden wenn sie Park- und Ladezeit maßloss überschreiten oder den Parkplatz an der Ladesäule nur zum Parken benutzen.

Dass das Kabel nicht angeschlossen ist erkennt sogar ein Blinder. Jedoch ob das E-Auto noch lädt und eigentlich schon voll geladen ist und dort nur noch parkt kann der Leihe nicht erkennen. So gehört an jede Ladesäule eine eindeutige Anzeige ob das E-Auto noch lädt und wie lange das E-Auto dort schon steht!

Urlaub mit dem E-Auto

Wir waren am Wochenende zu einem Kurzurlaub mit dem Elektroauto im Schwarzwald.
Hier ein kurzer Bericht mit meinen Erfahrungen. Der Twingo soll ja laut WLTP ca. 190 km Fahrstrecke mit einer Akkuladung schaffen. Bisher waren es bei mir im Alltag nur so 130 bis 150 km laut Anzeige. Von Darmstadt bis Zielort waren es laut Google aber 131 km. Das könnte also knapp werden und was macht da der Energiesparmeister? Langsam fahren und am Besten im Windschatten eines LWK’s. Das klappte auch sofort und der polnische LWK fuhr auch zufällig in die gleiche Richtung bis Karlsruhe.
An der Ladesäule in Bad Herrenalb konnte ich den Akku wieder vollladen und nun zeigte der Twingo, durch die energiesparende Fahrweise, sage und schreibe 211 km. Super dachte ich und fuhr am nächsten Tag ins 60 km entfernte Freudenstadt. Tja, man soll hügelige Landstraßen im Schwarzwald nicht unterschätzen. Somit war der Akku schon wieder mehr als die Hälfte leer. Naja, Freudenstadt hat bestimmte ein paar Ladesäulen dachte ich. Also auf’s Blaue irgendwo hinfahren, ohne vorher genau zu wissen wo die Dinger sind, ist nicht ratsam. Ich musste echt suchen und kam schon ziemlich in Panik. Die Freudenstädter sind wirklich Weltmeister im Ladesäulen verstecken. Naja, ich habe dann bei den Stadtwerken Freudenstadt eine weiße Wallbox an einer weißen Wand gefunden. Nur die grünen Parkmarkierungen gaben mir den Hinweis, dass dort eine Ladesäule hängt.

Auf dem Rückweg ging es besser und ich konnte direkt am Hotel laden. Naja, erst als die Ladesäule wieder frei war. Dort ludt ein Smart for Two drei Stunden lang und der Platz daneben war die ganzen 3 Tage durch ein E-Car-Sharingauto blokiert. Ich hasse E-Car-Sharing! Anzeige nach dem Vollladen 220 km 🙂

Die Rückfahrt am Sonntag nach Lorsch sollte zwar kürzer sein aber das Wetter war schlecht. Es war kalt und regnete. Mit 28% Restkapazität und 54 Restkilometer kam ich gut zurück.

E-Auto-Ladesäule im Dorf

Super, jetzt gibt es auch eine Elektroauto Ladesäule im Stadtteil Bensheim-Fehlheim. Dort konnte ich mit Erfolg meinen neuen Twingo elektrisch aufladen.

Ladesäule Bensheim-Fehlheim

Leider muss ich nun vermehrt feststellen, dass viele neue Ladesäulen mit einem E-CarSharing-Auto teilweise zugeparkt sind. So z.B. in Seeheim und Lorsch. Diese Leihwagen vom Typ Renault ZOE sind leider in Kombination mit der Ecotap-Ladesäule nicht kompartibel zum Renault Twingo. Wenn ich in Lorsch am Stadthaus laden will geht das nicht wegen dem dort angeschlossenen E-CarSharing-ZOE.

Kaufland baut Mist bei E-Laden

Am letzten Freitag war ich beim Kaufland und wollte während dem Einkaufen kostenlos mein E-Auto laden. Aber was war das. Ich konnte den Ladevorgang nicht starten denn es wurde nach einer RFID-Karte zur Authentifizierung gefragt. Da ich keinen Strom zum Laden bekam habe ich mein Ladekabel wieder eingepackt und bin zu einem anderen Supermarkt gefahren. Im nachhinein konnte ich durch Recherche im Internet herausfinden, dass Kaufland und Lidl das Laden nur per spezieller App gestatten. Also so ein Scheiß! Müssen die jetzt wieder alles neu erfinden. Jeder E-Autofahrer hat zig Ladekarte und könnte damit schalten. Warum muss man hier schon wieder das Rad neu erfinden? Und warum kann man das nicht auf die Ladesäulen schreiben damit man auch sofort erkennen kann was sich da geändert hat. Mann sind die doof!

Es haben schon genug Firmen meine Kundendaten. Vorher war es einfacher und jetzt ist es umständlich und kompliziert. Also Kaufland ist für mich erstmal tabu. So nicht!

Jeder hat auf seinem Smartphone eine App zur Anzeige der Ladesäulen und sogar mein Navi im Twingo kann das. Wieso braucht Kaufland dazu nun ne extra App! Die wollen doch nur an die Kundendaten. Mit mir nicht!

Renault ZOE versus Twingo

Aufgrund eines defekten Multmediasystems an meinem neuen Twingo konnte ich die letzten 5 Tag einen Renault ZOE 50 fahren. Somit kann ich über einige Vor- und Nachteile der beden Elektroautos berichten.

  1. Extrem auffällig ist die Sichteinschränkung der linken A-Säule bei der Sicht nach vorne im ZOE.
  2. Der ZOE ist zwar größer als der Twingo jedoch hat man gefühlt im ZOE Innenraum weniger Platz.
  3. Die Armstütze in der Fahrertür sitzt zu hoch und stört beim Lenken.
  4. Der Spurassisten im ZOE ist extrem nervig. Man muss ständig gegen das System anlenken da es ständig rechts und links gegenlenkt. Womöglich muss man es im Winter ausschalten da es den Schnee mit dem Seitenstreifen verwechselt.
  5. Das automatische Schließsystem (Keyless) ist beim ZOE zwar eine super praktische Idee aber für E-Autos ungeeignet. Im Ladeprotokoll meine Ladekarte habe ich viele Ladungen mit Null Euro weil das E-Auto beim Ladestart und vorbeigehen am Auto immer wieder automatisch auf- und zuschließt. Jedes Mal wird beim Aufschließen das Laden beendet. Das ist natürlich auch beim Twingo so jedoch wird dieser nur manuell per Schlüssel aufgeschlossen. Letzlich habe ich den Keyless-Schlüssel solange im Auto liegenlassen bis die E-Auto-Ladung gestartet war und ich das Auto abschließen konnte.
  6. Toll finde ich beim ZOE das grüne Blatt auf dem Armaturenbrett zum Anzeigen der energiesparenden Fahrweise.
  7. Der ZOE hat mit 50 kWh Batteriekapazität mehr als doppelt so viel Energie gespeichert als der Twingo (227% ZOE zu Twingo 22 kWh). Trotzdem zeigt das Armaturenbrett nur 220 km Reichweite (183%). Das liegt wohl auch an dem Mehrgewicht und am höheren Verbrauch: ZOE 21,2 kWh/100km zu Twingo 16,8 kWh/100km. Mein Twizy brauchte nur 9 kWh/100km. Logisch ohne Heizung 🙂
  8. Die äußeren Türgriffe für die hinten Sitze sind beim ZOE echt schlecht konstruiert. Beim Twingo sind diese größer und besser zu greifen. Besser finde ich die Ladeklappenverriegelung beim ZOE. Beim Twingo gibt es keine Verriegelung.
  9. Der automatik Schalthebel ist bei ZOE auch besser. Beim Twingo ist der Hebel schwergängig und die Schaltanzeige gibt es nur am Armaturenbrett
  10. Der ZOE ist im Stand extrem laut, fast lauter als ein Verbrenner im Standgas. Vom Twingo hört man nichts.

Somit ergibt sich für meine Ansprüche: Der Twingo ist das bessere E-Auto.

Jahresrückblick 2020

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und diese Jahr war von der Corona-Pandemie geprägt. So gerne hätten wir mehr Aktionen zur Elektromobilität und zur BürgerSolarBeratung unter-nommen aber wegen den Kontaktbeschränkungen war dies alles nicht möglich.
Dennoch gab es ein paar nennenswerte Ereignisse. Meine PV-Anlage wurde in der Leistung um 1.600 kWpeak verdoppelt und die von der Sonne erzeugte Energie selbst verbraucht. Die im letzten Jahr gekauften VW e-up Akkus dienten dabei als Energiespeicher. Mit speziellen Modulwechselrichtern konnte ich einige Wochen netzparallel Solarstrom aus den Akkus einspeisen und den Eigenverbrauch auf fast Null reduzieren. Trotzdem blieb unser Hausstrom-verbrauch wegen der neu eingebauten Klimaanlage auf fast gleichem Niveau (-200kWh).
Mit dem Zukauf weiterer Lithiumzellen konnte ich einen RangeExtender für meinen Twizy bauen. Leider hat der Akku im Twizy immer mehr abgebaut und ich musste jeden Tag auf der Arbeit nachladen. Das war sehr nervig und anstrengend. An sehr kalten Tagen musste ich sogar sehr energiesparend fahren um überhaupt die 30 km nach DA zu schaffen.
Somit ergriff ich die Gelegenheit den neu herausgekommenen Renault Twingo Electric Vibes zu kaufen. Der Twizy wird aber trotzdem für kurze Strecken im Umkreis genutzt.
Der übriggebliebene RangeExtender wird nun demnächst zum Hausspeicher umkonfiguriert und kann dann ca. 10 kWh Solarstrom speichern. Somit hoffe ich 2021 auf unter 2.000 kWh Stromverbrauch zu kommen.

Elektroauto Upgrade

Nach über 7 Jahren Elektromobilität mit dem Renault Twizy habe ich ein Upgrade vorgenommen. Am 3.12.2020 habe ich mir einen Renault Twingo Electric Vibes gekauft.

Renault Twingo und Twizy Dez. 2020

Vieles werde ich beim Twizy vermissen. Die Scherentüren und die Frontscheibenheizung fand ich super. Allerdings war es im Winter immer sau kalt. Am vergangenen Dienstag hatten wir Schnee und es war um den Gefrierpunkt. Mit dem Twizy habe ich gerade so die 30 km nach DA geschafft und hatte noch 5 Restkilometer auf der Uhr. Die Zeiten sind jetzt vorbei. Mit Heizung und 180 km Reichweite brauche ich mir hier keine Gedanken mehr zu machen.

Twizy 80.000 km

Am 26.11.2020 habe ich mit meinem Renault Twizy die 80.000 km erreicht. Dabei habe ich in den 7 Jahren und 3 Monaten ca. 5580 kWh Zuhause geladen. Die Restlichen 1.600 kWh wurden an öffentlichen Ladesäulen teils kostenlos nachgeladen.

Er ist nun wirklich in die Jahre gekommen und wenn es im Winter kalt wird reicht der Akku gerade mal so bis nach Darmstadt. Ich schätze, das der Akku schon 20% Kapazität verloren hat und bei Kälte im Winter nochmals 30% nachlässt. Das Nachladen in DA ist langsam etwas nervig. Des Weiteren musste ich schon die Bremsen selbst entrosten da sie ständig schleiften und somit auch an der Reichweite zehren. Der Türdämpfer-Gummi ist ständig defekt und wurde von mir nun modifiziert / verbessert. Jetzt geht der selbstgebaute elektronische Türöffner nicht mehr!

Zuhause 5578,9 kWh geladen.