Archiv für den Monat: Juli 2019

Mythen und Fakten 1

Es begegnen mir immer wieder Menschen die Mythen oder Fake-News für Fakten und Tatsachen halten. Meist werden aus, gut gemeinten Zeitungs- oder Fernsehberichten, plötzlich ganz schlimme Nachrichten und Dinge werden an den Pranger gestellt und verteufelt. Aus diesem Grund eröffne ich hiermit die Serie „Mythen und Fakten“.

Der Auslöser hierfür war das Angebot meinen selbstgebauten Lithiumspeicher bei einer politischen Partei als Solar- oder Hausspeicher vorzustellen. Der kleine Speicherblock – ich werde hier noch berichten – besteht aus entsorgten und weggeworfenen Lithiumzellen aus E-Bike- und Notebookakkus. Also Akkus die hier ein sinnvolles second Life erleben.

Plötzlich wurde aus der Mailanfrage ein mobiler Lithiumspeicher für Elektroautos! Der Absender der Mail bezog mein Angebot – vielleicht weil ich ein Elektroauto fahre – plötzlich auf die Herstellung von Lithiumakkus von Elektroautos. Er hatte bestimmt irgendwo gehört oder gelesen, dass E-Autos schon bei der Herstellung einen extrem großen CO2-Rucksack bekommen und dann mind. 100.000 km elektrisch fahren müssen bis dieser wieder abgebaut ist. Diese Daten stammen aus einer schwedischen Studie und werden immer wieder falsch interpretiert. Ein andere Leser verteufelte die Elektroautos dann sofort zu Umweltsündern durch deren Herstellung und dem Aufladen der Batterien! Leider lesen diese Leute die Studie nicht selbst, denn dann würden Sie erkennen, dass dort nur Mist drin steht. Diese falschen Daten werden dann als Fakten genommen und schon verbreitet sich ein hartnäckiger Mythos weiter. Tatsache ist, dass das ein großer Anteil des Lithiums auch in Schmiermittel von Autos, in Glas und Keramik, Aluminium, Kunststoffen und Klimaanlagen verwendet wird.

Quelle Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Lithium_Verwendung.svg)

Somit auch in Autos mit Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle. Nur etwa 30 Prozent des Li wird in Batterien verbaut. Tendenz steigend, da in Zukunft mehr E-Autos gebaut werden. ACHTUNG: Nicht vergessen Li-Akkus gibt es auch in E-Bikes, Notebooks, Smartphones, Akkusschrauben usw und so weiter…. Und im Augenblick werden extrem viele Werkzeuggeräte wie Akkus-Schrauber mit solchen 18650-Lithiumzellen in den Bau- und Supermärkten angeboten!!! Also nur ein Bruchteil des in Chile abgebauten Lithiums landet in Batterien für Elektroautos. Diese Li-Förderung in Chile gibt es schon lange und nur durch die große Nachfrage und der extremen Produktionssteigerung dort ist das ganzen Umweltproblem in Chile so aufgepoppt. Natürlich stimme ich den Kritikern zu und kann es nicht gutheißen was dort in Chile und Kongo passiert. Jedoch wer baut den dort den Rohstoff Lithium und Cobalt ab? Die Regierungen selbst! Diese sind meist Korrupt und denen ist die eigene Umwelt völlig egal. Ich fände es richtig wenn alle Autohersteller dort kein Lithium mehr kaufen. Leider wissen die Autohersteller oft selbst nicht wo ihr Li in den Akkus herstammt, denn die meisten kaufen die fertigen Zellen in China.
Greift Euch doch mal selbst an die Nase: Wer fragt denn schon beim Kauf eines Smartphones oder Akkuschraubers ob das Lithium und Cobalt aus Chile oder Kongo stammt! Des Weiteren ist die Lithiumzelle nicht das Ende der Batterieentwicklung. Die Zellchemie wird immer besser und der Einsatz von Lithium und Cobalt immer geringer. Ebenso gibt es bald auch andere Akkus aus anderen chemischen Elementen. So gibt es auch schon eine Batterie aus Zucker oder aus Salzwasser.
Nun seit Ihr Politiker wieder gefragt. Es müssen Gelder her für die deutsche Batterieentwicklung und Herstellung mit ökologischen Elementen. Baut Fahrradwege und macht das Bahnfahren wieder atriktiv. Nicht nur meckern und Mythen in die Welt setzen sondern sinnvolle Auswege finden ist die Devise. Ich versuche es mit „second Life“ von Batteriezellen die im Müll lagen.

Schnell-Ladepark eingeweiht

Auf dem Europaplatz in Heppenheim wurden am 4.07.2019 der 50 kW Triple Charger und die vier HPC Schnell-Ladesäulen von Allego eingeweiht.

Schnell-Ladepark Europaaplatz Heppenheim

Der Bürgermeister von Heppenheim (mit Fahrrad angereist), der Vertreter der Betreiberfirma Allego sowie die Mitgleider des Initiatorvereins Freie-Infrastruktur waren zur Einweihung anwesend. Der ZOE ganz rechts ludt am Triple charger (Ultra-E) mit 50 kW und der schwarze Jaguar i-Pace mit 200 kW am HPC (High Power Charging) Lader. Der HPC-Lader kann in der maximalen Ausbaustufe sogar 350 kW liefern. Bei dieser Leistungsstärke wird das Ladekabel von der Säule zum E-Auto heiß. Dies bedeutet, dass die Ladesäule und das Ladekabel mit einer Kühlanlage ausgestattet sind.
Leider gibt es für meinen grünen Renault Twizy keine Lademöglichkeit da er nur sehr langsam mit einem Schukostecker laden kann 🙁

Interview NDR

Heute hatte ich ein Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk. Die Anfrage kam über Mein-Klimaschutz von CO2Online. Beim Gespräch über meine Aktivitäten zum Thema Klimaschutz wurde mir klar, dass ich schon selber den Überblick verloren habe und es wird Zeit mal alle Daten chronologisch aufzustellen:

  1. Sanierung Fachwerkhaus-Lorsch von 2002 bis 2006
  2. PV-Anlage in Lorsch mit 1,67 kWpeak im Nov. 2005 installiert
  3. Auszeichnung zum Energiesparmeister Juni 2007 in Berlin
  4. Ausbildung zum Energieberater 27.10.2007
  5. PV-Anlage Dez. 2007 in Fehlheim mit 4,08 kWpeak aufgebaut
  6. Updating Germany Ausstellung in Venedig, Ausstellungsdauer: 14. September bis 23. November 2008, Updating Germany im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt, 2008, Paradise Lounge DMY, Beitrag zum DMY Youngsters, International Design Festival Berlin, 2009, Updating Germany im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg, 2009, Updating Germany in China, Shanghai Design Center, Shanghai 2009
  7. Dena Preis Zukunft-heute 3 Platz in der Kathegorie Solarthermie
  8. Energiegenossenschaft Starkenburg Windstark1 (2012)
  9. Start Energieblog Der-Energiesparmeister 2007 23. Juli 2013
  10. Elektroauto 23. Aug. 2013 gekauft
  11. Energiegenossenschaft Solarstark10 (2014),
  12. Energiegenossenschaft Biomasse Energiestark Lorsch (2015)
  13. Gründungsmitglied Energieblogger.net
  14. Stromsparwettbewerb 2016/2017 dritter Platz mit Preisgeld 500,- €
  15. Energieberatung 2015 eingestellt

Weitere Aktivitäten:
Energiekarawane Lorsch und Einhausen
BfB politische Energieberatung
Freifunk-Bergstrasse, freies WLAN und Elektromobilität
Stammtisch Bergstrasse elektrifiziert
Sonderschau Elektromobilität in Heppenheim, Darmstadt und Vierheim
BürgerSolarBeratung Bergstrasse

Private Arbeiten:
Thermoelektrische Energieerzeugung am Kaminofen
Wintergarten mit PV-Modulen beschattet und Strom im eigenen Stromspeicher gespeichert
Aufbau verschiedener Stromspeicher aus 12 und 24Volt Bleiakkus
Aufbau und Test von Lithiumspeicher mit neuen und gebrauchten Lithium 18650 Zellen
Entwicklung E-Auto Ladekabel, Ladebox und Ladedose
Gleichstrom-Hausnetz Stromversorgung: PC, Licht und Fernseher
Smart-Home mit Raspberry Einplatinen-PC
Smart-Meter mit Raspberry und Plugwise
Überwachung der Batteriesystem mit Raspberry
Elektronischer Türöffner für den Twizy