Kaufland baut Mist bei E-Laden

Am letzten Freitag war ich beim Kaufland und wollte während dem Einkaufen kostenlos mein E-Auto laden. Aber was war das. Ich konnte den Ladevorgang nicht starten denn es wurde nach einer RFID-Karte zur Authentifizierung gefragt. Da ich keinen Strom zum Laden bekam habe ich mein Ladekabel wieder eingepackt und bin zu einem anderen Supermarkt gefahren. Im nachhinein konnte ich durch Recherche im Internet herausfinden, dass Kaufland und Lidl das Laden nur per spezieller App gestatten. Also so ein Scheiß! Müssen die jetzt wieder alles neu erfinden. Jeder E-Autofahrer hat zig Ladekarte und könnte damit schalten. Warum muss man hier schon wieder das Rad neu erfinden? Und warum kann man das nicht auf die Ladesäulen schreiben damit man auch sofort erkennen kann was sich da geändert hat. Mann sind die doof!

Es haben schon genug Firmen meine Kundendaten. Vorher war es einfacher und jetzt ist es umständlich und kompliziert. Also Kaufland ist für mich erstmal tabu. So nicht!

Jeder hat auf seinem Smartphone eine App zur Anzeige der Ladesäulen und sogar mein Navi im Twingo kann das. Wieso braucht Kaufland dazu nun ne extra App! Die wollen doch nur an die Kundendaten. Mit mir nicht!

Renault ZOE versus Twingo

Aufgrund eines defekten Multmediasystems an meinem neuen Twingo konnte ich die letzten 5 Tag einen Renault ZOE 50 fahren. Somit kann ich über einige Vor- und Nachteile der beden Elektroautos berichten.

  1. Extrem auffällig ist die Sichteinschränkung der linken A-Säule bei der Sicht nach vorne im ZOE.
  2. Der ZOE ist zwar größer als der Twingo jedoch hat man gefühlt im ZOE Innenraum weniger Platz.
  3. Die Armstütze in der Fahrertür sitzt zu hoch und stört beim Lenken.
  4. Der Spurassisten im ZOE ist extrem nervig. Man muss ständig gegen das System anlenken da es ständig rechts und links gegenlenkt. Womöglich muss man es im Winter ausschalten da es den Schnee mit dem Seitenstreifen verwechselt.
  5. Das automatische Schließsystem (Keyless) ist beim ZOE zwar eine super praktische Idee aber für E-Autos ungeeignet. Im Ladeprotokoll meine Ladekarte habe ich viele Ladungen mit Null Euro weil das E-Auto beim Ladestart und vorbeigehen am Auto immer wieder automatisch auf- und zuschließt. Jedes Mal wird beim Aufschließen das Laden beendet. Das ist natürlich auch beim Twingo so jedoch wird dieser nur manuell per Schlüssel aufgeschlossen. Letzlich habe ich den Keyless-Schlüssel solange im Auto liegenlassen bis die E-Auto-Ladung gestartet war und ich das Auto abschließen konnte.
  6. Toll finde ich beim ZOE das grüne Blatt auf dem Armaturenbrett zum Anzeigen der energiesparenden Fahrweise.
  7. Der ZOE hat mit 50 kWh Batteriekapazität mehr als doppelt so viel Energie gespeichert als der Twingo (227% ZOE zu Twingo 22 kWh). Trotzdem zeigt das Armaturenbrett nur 220 km Reichweite (183%). Das liegt wohl auch an dem Mehrgewicht und am höheren Verbrauch: ZOE 21,2 kWh/100km zu Twingo 16,8 kWh/100km. Mein Twizy brauchte nur 9 kWh/100km. Logisch ohne Heizung 🙂
  8. Die äußeren Türgriffe für die hinten Sitze sind beim ZOE echt schlecht konstruiert. Beim Twingo sind diese größer und besser zu greifen. Besser finde ich die Ladeklappenverriegelung beim ZOE. Beim Twingo gibt es keine Verriegelung.
  9. Der automatik Schalthebel ist bei ZOE auch besser. Beim Twingo ist der Hebel schwergängig und die Schaltanzeige gibt es nur am Armaturenbrett
  10. Der ZOE ist im Stand extrem laut, fast lauter als ein Verbrenner im Standgas. Vom Twingo hört man nichts.

Somit ergibt sich für meine Ansprüche: Der Twingo ist das bessere E-Auto.

Jahresrückblick 2020

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und diese Jahr war von der Corona-Pandemie geprägt. So gerne hätten wir mehr Aktionen zur Elektromobilität und zur BürgerSolarBeratung unter-nommen aber wegen den Kontaktbeschränkungen war dies alles nicht möglich.
Dennoch gab es ein paar nennenswerte Ereignisse. Meine PV-Anlage wurde in der Leistung um 1.600 kWpeak verdoppelt und die von der Sonne erzeugte Energie selbst verbraucht. Die im letzten Jahr gekauften VW e-up Akkus dienten dabei als Energiespeicher. Mit speziellen Modulwechselrichtern konnte ich einige Wochen netzparallel Solarstrom aus den Akkus einspeisen und den Eigenverbrauch auf fast Null reduzieren. Trotzdem blieb unser Hausstrom-verbrauch wegen der neu eingebauten Klimaanlage auf fast gleichem Niveau (-200kWh).
Mit dem Zukauf weiterer Lithiumzellen konnte ich einen RangeExtender für meinen Twizy bauen. Leider hat der Akku im Twizy immer mehr abgebaut und ich musste jeden Tag auf der Arbeit nachladen. Das war sehr nervig und anstrengend. An sehr kalten Tagen musste ich sogar sehr energiesparend fahren um überhaupt die 30 km nach DA zu schaffen.
Somit ergriff ich die Gelegenheit den neu herausgekommenen Renault Twingo Electric Vibes zu kaufen. Der Twizy wird aber trotzdem für kurze Strecken im Umkreis genutzt.
Der übriggebliebene RangeExtender wird nun demnächst zum Hausspeicher umkonfiguriert und kann dann ca. 10 kWh Solarstrom speichern. Somit hoffe ich 2021 auf unter 2.000 kWh Stromverbrauch zu kommen.

Elektroauto Upgrade

Nach über 7 Jahren Elektromobilität mit dem Renault Twizy habe ich ein Upgrade vorgenommen. Am 3.12.2020 habe ich mir einen Renault Twingo Electric Vibes gekauft.

Renault Twingo und Twizy Dez. 2020

Vieles werde ich beim Twizy vermissen. Die Scherentüren und die Frontscheibenheizung fand ich super. Allerdings war es im Winter immer sau kalt. Am vergangenen Dienstag hatten wir Schnee und es war um den Gefrierpunkt. Mit dem Twizy habe ich gerade so die 30 km nach DA geschafft und hatte noch 5 Restkilometer auf der Uhr. Die Zeiten sind jetzt vorbei. Mit Heizung und 180 km Reichweite brauche ich mir hier keine Gedanken mehr zu machen.

Twizy 80.000 km

Am 26.11.2020 habe ich mit meinem Renault Twizy die 80.000 km erreicht. Dabei habe ich in den 7 Jahren und 3 Monaten ca. 5580 kWh Zuhause geladen. Die Restlichen 1.600 kWh wurden an öffentlichen Ladesäulen teils kostenlos nachgeladen.

Er ist nun wirklich in die Jahre gekommen und wenn es im Winter kalt wird reicht der Akku gerade mal so bis nach Darmstadt. Ich schätze, das der Akku schon 20% Kapazität verloren hat und bei Kälte im Winter nochmals 30% nachlässt. Das Nachladen in DA ist langsam etwas nervig. Des Weiteren musste ich schon die Bremsen selbst entrosten da sie ständig schleiften und somit auch an der Reichweite zehren. Der Türdämpfer-Gummi ist ständig defekt und wurde von mir nun modifiziert / verbessert. Jetzt geht der selbstgebaute elektronische Türöffner nicht mehr!

Zuhause 5578,9 kWh geladen.

Sieben Jahre Elektromobilität

…und ich fühle mich wie in einem Entwicklungsland.

Mein Renault Twizy ist nun 7 Jahre alt und die Antriebsbatterie lässt merklich in der Leistung nach. Vor einem Jahr habe ich die Batterie zum Restwert der Renaultbank abgekauft. Jetzt habe ich die Idee meine alte Batterie als Hausspeicher im second Live zu benutzten und meinen alten Twizy mit einer neuen Batterie auf zu peppen. Renault sagt man kann den Akku wie ein Ersatzteil kaufen. Dazu müsste ich mich an eine Vertragswerkstatt wenden. Die Vertragswerkstatt sagt die Batterie gibt es nicht als Ersatzteil. Somit habe ich jetzt wohl den schwarzen Peter und wenn meine Batterie defekt ist kann ich den Twizy auf den Schrott fahren. So viel zum Thema Umweltfreundlichkeit und Zukunftstechnologie!

Trend zur Eigenstromoptimierung

Seit meinem letzten Blogeintrag vor der Corona Zeit ist viel geschehen. Ich habe mittlerweile eine PV-Anlagen-Erweiterung bekommen und verfüge seit April 2020 über 5 x 320 Watt = 1600 Watt zusätzlichen Solarstrom. Diese Solarenergie wird nicht eingespeist sondern direkt in meinen Lithiumakkus (5kWh VW e-up Akku in second Live) gespeichert. Dadurch bin ich aktuell – bei sonnigen Tagen – in der Lage meinen Stromverbrauch auf unter einer 1 kWh herunter zu fahren. Dies war nur möglich, weil der örtliche Energieversorger den alten Ferraris-Stromzähler gegen einen digitalen Zähler ausgetauscht hat. Jetzt bin ich in der Lage meinen Lastgang im Sekundentakt auszulesen. Der Raspberry steuert dann einen Wechselrichter genau auf meinen Lastgang aus. Somit bleiben nur noch die Lastspitzen vom Herd, Wasserkocher, Spül- und Waschmaschine übrig.

Lastgang mit Lastspitzen

Zwischenzeitlich hatte ich auch noch ein Balkonmodul mit Direkteinspeisung am Laufen. Jedoch ging die Hälfte des Stroms ohne Vergütung ins Netz. Ich sehe es aber nicht ein den Strom zu verschenken und habe deshalb alle Modulwechselrichter deaktiviert. Es wird wohl daraufhin hinauslaufen die Batteriekapazität noch zu erweitern und den gesamten Solarstrom dort zu speichern.
Der Trend geht zur Eigenstromoptimierung!
Jedoch werde ich die Lastspitzen mit Spül- und Waschmaschine so schnell nicht abfangen können. Dies wird wohl erst durch einen Warmwasseranschluß an den Geräten möglich sein.

Earth Hour

Am vergangenen Samstag war „Earth Hour„. Die Earth Hour (deutsch Stunde der Erde) ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion in Form des Ausschaltens öffentlicher Beleuchtung. Sie wurde 2007 vom WWF Australia ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr im März statt. Ziel der Earth Hour ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken.

Alle konnten mitmachen indem man von 20:30 bis 21:30 Uhr für eine Stunde das Licht ausschaltet. Wie wird diese Aktion eigentlich von den Menschen wargenommen? Da wir uns inmitten in der Corona-Kriese befinden tritt die Aktion „Earth Hour“ eher in den Hintergrund.
Jedoch auch in den vergangenen Jahren hatte ich den Eindruck, dass die Aktion für den Klimaschutz wenig Interesse und Zuspruch findet. Ja, viele machen mit aber was ändert sich danach in deren Köpfen und Taten?

Ich habe diesen Tag und diese spezielle Zeit zur Anregung genommen mal etwas zu Testen was mir schon lange am Herzen lag. Da ich mehrer Solarstromanlagen und Batteriespeicher habe wollte ich die Earth Hour mal ohne Netzstrom verbringen und damit meine Strom-Autarkie testen. D.h. mal mind. 1 Stunde ohne Netz-Strom-Bezug. Wie ist das mal eine Stunde komplett ohne Netz-Strom zu sein und was geht alles mit Solarenergie? Dazu musste auch meine Frau mitspielen und sie wollte im Wohnzimmer bei Licht in den Fernseher schauen, ggf in der Küche was aus dem Kühlschrank holen und auf die Toilette gehen. Wenn der Strom aus ist geht das alles nicht. Kein Licht, kein TV und die Toilettenspülung geht wegen Regenwasserspülung auch nicht. Somit stand fest was alles mindestens Laufen muss. Der Kühlschrank und die Gefriertruhe überleben auch mal eine Stunde ohne Strom.

Ich habe schon lange einen 12V-Wechselrichter und eine große Batteriebank. Die letzten Tage waren sehr sonnig und der Batteriespeicher war vollgeladen. Die 24V-Speicherbank im Keller war ebenfalls zu 80% geladen und somit konnte das Experiment stattfinden. Schnell war der TV mit Antennenempfänger auf die 12V-Anlage umgesteckt. Beim Wohnzimmerlicht bin ich schon seit Jahren auf 12V-LEDs umgeschwenkt. Im Bad und der Küche wurden schnell ein paar Stehlampen mit Verlängerungskabel an den 12V-Wechselrichter angeschlossen. Die Lüftungsanlage als Grundlast sowie das Regenwasser-Hauswasserwerk wurden über den 24V-Wechselrichter im Keller versorgt. Um 20:30 Uhr war alles angeschlossen und danach drehte ich die 3 Haussicherung aus dem Sicherungsschrank.
Plönk, Autsch, war das schlagartig dunkel. Hätte wohl besser ne Taschenlampe mitgenommen. Ich tastet mich langsam vorsichtig aus dem dunklen Keller in die Wohnung zurück. Meine Frau saß bei Licht im Wohnzimmer und schaute fern. Haste was gemerkt, fragte ich? Nö, sagte sie.

Da mein Zuhause via selbstgebauten Smart Home überwacht und gesteuert wird ging da erstmal auch nichts mehr. Tja, auch der Netzwerk-Router hatte keinen Saft mehr. Also auch ans Solarstromnetz angeschlossen und neu hochgebootet.

Solarstrom und Lastgang

Nach ca. 1,5 Stunden war der Spuk vorbei, Sicherungen wieder rein und Licht an.

Stromverbrauch Einzelgeräte

Die 12V-Bleibatterie hatte mit ca. 150 Watt an Last doch zu kämpfen und ging von der Spannung ganz schön in die Knie. Auch die 24V-Anlage hatte mit einem Toilettengang mal kurz ein Spannungstief. Ansonsten schätze ich, dass ich mit Solarstrom ein paar Stunden durchhalten könnte.

Chaos Deutsche Bahn

Der Rosenmontag 2020 wird mir lange Zeit in Erinnerung bleiben. Als ich am 25.02.2020 mit der Regionalbahn von Darmstadt Nachhause fahren wollte blieb der Zug kurz vor Bickenbach am Bahnhof stehen. Der Lokführer meldete per Lautsprecherdurchsage ein gestörtes Signal. Nach eine Stunde kam die Durchsage das komplette Stellwerk bei Bickenbach wäre ausgefallen und der Zug könnte erstmal nicht weiterfahren. Nach 3 Stunden konnte uns ein Notfallhelfer mit schritttempo in den Bahnhof Bickenbach leiten. Die Aussagen wie es weiter geht waren widersprüchlich und falsch. Erst sollten wir einzeln aussteigen, es würden Busse auf uns warten und uns nach Bensheim-Auerbach fahren. In Wirklichkeit konnten wir alle auf einmal aussteigen und Busse waren keine da. Ich habe an der Bushaltestelle 1/4 Stunde in der Kälte gewartet und es kam und kam kein Bus.

Anzeigetafel im Zug.

Ich bin um 16:30 Uhr in die RB68 eingestiegen und war um 21:04 Uhr Zuhause! Ach ja, man sollte am nächsten Tag eine spezielle Nummer anrufen um eine Entschädigung zu bekommen. Die erste Nummer aus Durchsage war falsch und bei der Zweiten flog man nach 5 Minuten aus der Warteschleife. Bis heute habe ich von der Deutschen Bahn keine Antwort auf meine Beschwerde erhalten sowie keine Entschlädigung. Alles Lügen und ein katastrophales Mismanagement. Die habe echt keinen Plan und mein Vertrauen in die DB ist im Keller!

Energie- und Baumesse Bensheim

Das Klimasschutzbündnis Bergstrasse war mit einem eigenen Stand auf der Energie- und Baumesse in Bensheim. Ich war etwas enttäuscht von den teilweise lieblosen Ständen der Messe-Aussteller. Als ich von vielen Jahren als Energieberater auf dieser Messe war hatten die Aussteller noch interessante Neuigkeiten und Objekte zu zeigen.

Das Klimaschutzbündnis Bergstrasse war in unserem Fall durch die BürgerSolarBeratung gut besetzt. Wir konnten auch sehr viele Gespräche führen und entsprechend viele Flyer verteilen. Wie man auf dem Bild erkennen kann setzen wir auf Photovoltaik, Elektromobilität, Energiesparen durch ökologische Dämmstoffe und die Energiewende.

Tisch auf unserem Messestand

Natürlich besteht das Klimabündnis aus viel, viel mehr Organisationen und auch gesellschaftliche Gruppen und Firmen.